Braunhirse
Seit einiger Zeit ist die Braunhirse, eine Getreideart der Tropen und Subtropen und zur Familie der Gräser gehörend, wieder aktuell und wird in höchsten Tönen gelobt. Sie soll bei Verzehr eine ganze Reihe von gesundheitlichen Vorteilen mit sich bringen und unter anderem bei Haarausfall, schlaffer Haut, Osteoporose und Arthrose helfen. Mit Superlativen wie „Heilgeschenk der Natur“ werben die verschiedenen Hersteller, Online Händler, aber auch Alternativmediziner und Homöopathen für dieses Produkt, obwohl die Wissenschaftler diesen Aussagen eher skeptisch gegenüberstehen.
Umstrittene Heilwirkung …
Der Verkauf der Braunhirse, die nach Aussagen der Anbieter aus Ostindien kommen soll, geschieht in der Regel als Mehl und ist zum Einrühren in Säfte als Speisezusatz, aber auch zum Brot backen, gedacht. Nun wird zwar für Braunhirse durch die Anbieter geworben, aber dabei wird nirgendwo erklärt, was denn nun unter homöopathischen Nährstoffformen zu verstehen ist, oder wo der Aspekt der gesundheitsfördernden Wirkungen zu suchen ist. Man verlässt sich bei der Behauptung, dass Braunhirse heilsame Effekte hervorruft, lediglich auf Erfahrungswerte, wobei die Frage erlaubt sein sollte, wer denn eigentlich diese Werte festlegt. So ist es völlig unklar, in welchen Mengen diese Hirse verabreicht werden kann, ohne dass beim Verzehr gesundheitliche Schäden auftreten.
Ein nicht ungefährlicher Mix …
Natürlich enthält die Braunhirse auch Vitamine und Mineralstoffe, aber leider und das wird gern verschwiegen, überwiegen die Substanzen, die von der Wissenschaft als gesundheitlich sehr bedenklich eingestuft werden. Solche Stoffe finden sich zwar auch in anderen Lebensmitteln und Getreidearten, sind aber im Gegensatz zur Braunhirse in nur geringer Menge vorhanden. So sollten beispielsweise Säuglinge und Kinder vor dem Verzehr geschützt werden, aber auch Menschen mit Magen-Darm-Problemen oder gar Zöliakiepatienten, also Glutenintoleranz Geplagte, sollten die Finger von der Braunhirse lassen, auch wenn die Hersteller etwas anderes, Falsches, behaupten.
Es ist als Fazit also anzuraten, in Zukunft die im Handel erhältliche gelbe und geschälte Hirse zu verwenden, da diese gesundheitlich unbedenklich ist und dem Verbraucher einen hohen Nährwert garantiert …
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